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Rheinische Musikschule

Konzeptidee

Vorbemerkung
Die 1845 gegründete Rheinische Musikschule Köln ist die wichtigste außerschulische musikalische Bildungseinrichtung unserer Stadt Köln. Generationen von jungen Menschen genossen an dieser unserer städt. Einrichtung eine musikalische Ausbildung und haben in entscheidender Weise das Kölner Musikleben bereichert. Bildung, Erziehung und pädagogische Vermittlung in der "Rheinischen" schaffen Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen Kunst und Kultur wahrnehmen, begreifen, nutzen und aktiv mitgestalten können.


Die Entwicklung der Rheinischen Musikschule Köln verlief in den letzten Jahren
außerordentlich erfreulich. So werden derzeitig mehr als 7.500 Schülerinnen und
Schüler in 13 Fachbereichen von mehr als 280 Musikschullehrern/-innen unterrichtet.
Der Unterricht wird dezentral an 8 Regionalschulen mit mehr als 50 Unterrichtsorten
erteilt. Neben den zum Kernbereich einer jeden Musikschule gehörenden Unterrichtsfächern
zeichnet sich das pädagogische Angebot durch den Musikzweig und
die Gymnasiale Ballettausbildung am Humboldt-Gymnasium aus.
Seit vier Jahren ist an der RMS der Fachbereich "Musik und Schule" beheimatet. In
diesem werden in Kooperationen mit mehr als 50 allgemein bildenden Schulen - und das in allen Schulformen - zurzeit 1.226 Schüler/-innen in Ensembleunterrichten sowie Kleingruppen an die Welt der Musik herangeführt. Das positive Feedback aus dem schulischen Umfeld, den Elternhäusern und den mit uns zusammen arbeitenden Kollegen ist überwältigend, denn wir alle wissen, musikalische Bildung ist die beste und wichtigste Voraussetzung für Persönlichkeitsbildung und für das aktive Mitgestalten in unserer Gesellschaft.
Die Größe der Schule bildet sich auch durch ihre Ensembles und Solisten ab. Mehr
als 50 Ensembles, Orchester und Kammermusikvereinigungen bereichern durch
mehr als 250 Konzerte und Veranstaltungen, die in jedem Jahr durchgeführt werden, aktiv das Kultur- und Bildungsleben unserer Stadt Köln.
Das Gebäude der Verwaltung und der Regionalschule Köln-Ehrenfeld, mit ihren über 1.000 Schülerinnen und Schüler in der Vogelsanger Straße, steht seit 5 Jahren für eine Kernsanierung an.


Die Idee
Der Förderverein der Rheinischen Musikschule Köln (1925 gegründet durch Konrad
Adenauer) und das dazu gehörende Kuratorium, in dem sich mehr als 30 hochrangige Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft vereinen, regen an, die Rheinische Musikschule Köln nach dem Umzug des Rautenstrauch-Joest-Museums (Museum für Völkerkunde, geplant im Jahre 2009) in dessen jetzigen Gebäude am Ubierring unterzubringen.

Das Ziel
Durch die Nutzung des Gebäudes am Ubierring seitens der Rheinischen Musikschule Köln würden Wirkungsfelder sowohl zur Realisierung des Bildungsauftrages der Rheinischen Musikschule Köln als auch zur Realisierung von Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen - insbesondere die der freien Szene der Stadt Köln - entstehen.
Die bereits bestehenden Kooperationen, so z. B. die mit allgemein bildenden Schulen, zur Jugend- und Kunstschule, zur freien Tanzszene, zur Theaterszene, um hiervon nur einige zu nennen, würden unter dem Dach "Zentrum für Musik und Tanz" (Arbeitstitel) spartenübergreifende Lösungen in der räumlichen Nutzung des
Gesamtobjektes in die konzeptionelle Idee der Rheinischen Musikschule Köln
einzubeziehen.
Durch die Tatsache, dass die Rheinische Musikschule Köln und damit die Stadt Köln als Träger im "Zentrum für Musik und Tanz" fungieren würde, wäre auch eine kompetente Infrastruktur für die Realisierung von Kooperationen, Crossoverprojekten u.v.a. mehr, vorhanden. Das Management der Rheinischen Musikschule Köln würde hierfür als Ansprechpartner und Vermittler (Stichwort: Künstlerisches Betriebsbüro) tätig, sowie im Auftrag der Stadt für Partner des Zentrums Proberäume, Auftrittsmöglichkeiten und Stätten der Begegnung bereitstellen.
Erste informelle Gespräche zu der o. g. Konzeptidee mit dem Referat für Tanz im
Kulturamt der Stadt Köln und dem Vorstand der Kölner Tanzinitiative e. V., sind auf positive Resonanz gestoßen.
Gleichzeitig würde durch eine Entscheidung, ein solch großes "Zentrum für Musik
und Tanz" mit Führung durch die Rheinische Musikschule Köln, der Verwirklichung
eines der Stadt Köln angemessenen kultur-politischen Bildungskonzeptes einen
großen Schritt näherkommen.


Zusammenfassung
Mit dem Umzug der Rheinischen Musikschule Köln wären zum einen die Bedürfnisse der Rheinischen Musikschule Köln, die Zusammenarbeit mit allgemein bildenden Schulen und weiteren Kooperationspartnern gleichermaßen geschaffen, wie eine Infrastruktur für die Produktion qualitativ überzeugender Bühnenkunst im freien Tanz oder auch im interdisziplinären Bereich unserer Stadt Köln.
Das "Zentrum für Musik und Tanz" agiert insofern auch als Produzent und Veranstalter, als Unterrichts- und Kommunikationsort für Schülerinnen und Schüler der Rheinischen, für Künstler und Publikum. Es wird somit in der Kölner und darüber hinausgehenden Szene einen neuen Anziehungspunkt bilden.
Ein solches Haus in Köln ist dann effizienter und erfolgreicher, als z. B. die vielen
kleinen isoliert arbeitenden Einrichtungen. Synergieeffekte, die durch den zentralen Raum, Disposition und Werbung, technische und logistische Kooperation entstünden, sind nicht nur für die Bildungs-, Kultur- und Kunstszene von Vorteil
sondern bieten dem Publikum, der Presse und den hoffentlich vielen Sponsoren für
dieses Haus vielfältige Vorteile.