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Rheinische Musikschule

Endlich wieder live

Neun  Jahre  Zett  Emm!  Das  Jugendfestival  für  zeitgenössische  Musik  der  RMS,  welches  2018  mit  der  „SPARDA-Musiknetzwerk  Auszeichnung  2018“  sowie  dem „Junge-Ohren-Publikumspreis 2018“ ausgezeichnet wurde, fand am 6. November 2021 endlich wieder in der altbewährten Spielstätte der Alten Feuerwache Köln statt, nachdem es im vergangenen Jahr wegen der pandemischen  Situation  ausschließlich  online  stattfinden  konnte (Ergebnisse  siehe  auch  Homepage  der  RMS).  Der  Publikumsandrang  war  groß,  schon  für  das  erste  Konzert mussten  zusätzliche  Stuhlreihen  aufgebaut  werden,  die Nachfrage überstieg die Erwartungen bei weitem.


Buntes Programm

An diesem Nachmittag zeigten die jungen Musiker*innen, Tänzer*innen  und  Komponist*innen  wieder  Komisches, Interessantes, Unterhaltsames und Abwechslungsreiches rund  um  die  Zeitgenössische  Musik.  Uraufführungen, Choreographien, Musikvideos, Improvisationsworkshops und  Gesprächsrunden  boten  einen  kurzweiligen  Nachmittag.  Das  „Genre“  war  wie  immer  weit  gefasst:  Experimentelle  Musik,  Improvisationen,  Tanz,  Neue  Musik, Soundcollagen, Filmmusik, Klangkunst, Choreographien, Elektronische Kompositionen und vieles mehr.


Angebot ausgeweitt

Aufgrund  der  Coronasituation  fanden  in  diesem  Jahr vier,  statt  wie  sonst  fünf  kurze  Konzerte  von  jeweils  circa 30 Minuten statt, unter anderem mit Uraufführungen von  jungen  Komponist*innen  der  RMS-Kompositionsklassen  (Leitung:  Thomas  Taxus  Beck,  Ulla  Grümmer, Henrik  Albrecht)  und  der  Clara-Schumann- Musikschule  Düsseldorf  (Leitung:  Björn  Raithel).  Jugend-musiziert-Preisträger*innen  zeigten  ihr  spielerisches  Niveau –  nein,  eigentlich  müsste  man  sagen:  Sie  zeigten  spielerisch  ihr  hohes  Niveau.  Eine  unglaubliche  Spielfreude zog  sich  durch  das  ganze  Programm  des  Nachmittags. Und  natürlich  war  wieder  „EZM“,  das  Jugendensemble für  Neue  Musik  der  RMS  (Leitung:  Ulla  Grümmer),  mit frischen,  frechen  und  originellen  Uraufführungen  und Stücken der klassischen Moderne und die hervorragende RMS-Tanzakademie  (Leitung:  Rick  Kam)  dabei,  ebenso wie  das  junge,  sich  selbst  dirigierende  Kölner  Improvisations-Orchester  „KIO“  (Leitung:  Angelika  Sheridan und Daniel Gessner) sowie erstmals in diesem Jahr eine Rhythmikgruppe  des  Humboldt-Gymnasiums  (Leitung: Kerstin Vielhaber).


Teilnehmende und Publikum begeistert


Marei  Seuthe  und  Angelika  Sheridan  luden  zu  Improvisationsworkshops  in  den  Studioraum  ein,  die  Kompositionsstudierenden  des  Instituts  für  Computermusik  und elektronische  Medien  (ICEM)  der  Folkwang  Universität der Künste Essen (Leitung: Roman Pfeiffer) zeigten ihre audiovisuellen  Kompositionen  und  im  Kinosaal  gingen die  jungen  Musikschaffenden  gemeinsam  mit  Thomas Taxus Beck gut gelaunt der Frage nach: „Let’s talk about it: Wozu Zett Emm?“ Wer noch immer dachte, „Neue“ oder „Zeitgenössische“ Musik  sei  sperrig  und  bei  Jugendlichen  unpopulär,  der wurde  hier  eines  Besseren  belehrt:  Ob  mit  Instrument, Stimme oder Elektronik, ob klatschend, sprechend, spielend oder tanzend: Die Freude der Jugendlichen war immens – und die des Publikums ebenfalls.